Certamen Ovidianum Sulmonense 2014

Certamen Ovidianum Sulmonense 2014

Internationaler Ovid-Wettbewerb in Sulmona (Italien)

An einem ganz gewöhnlichen Schultag im Februar betrat Frau Professor Ennser die Klasse der 7C. Eifrig berichtete sie von einem Übersetzungswettbewerb in der Geburtsstadt des Dichters Ovid in Italien und dass unser Herr Direktor gerne zwei Schüler aus den Reihen der 7. Klassen zu dieser Veranstaltung schicken würde. Nachdem wir nach zögerlichem Verhalten unserer Mitschüler freiwillig unser Interesse an der Teilnahme bekundet hatten, wurden unsere Eltern kontaktiert und alles in Stein gemeißelt.

Am späten Nachmittag des 9. April fuhren wir von Linz mit dem Zug ab. In Rohr stiegen Frau Professor Alscher mit den Schülern Franziska und Toni vom Stiftsgymnasium Kremsmünster zu und nach dem Umsteigen in Leoben ging es direkt nach Rom, wo wir am nächsten Morgen ankamen. Nur kurze Zeit später mussten wir in den Zug nach Sulmona, einer Stadt mit rund 25.000 Einwohnern und Heimat des berühmten Dichters Ovid. Wir wurden vom Bahnhof abgeholt und in unser Hotel, welches sich etwas außerhalb des Zentrums befand, chauffiert.

Abends erhielten wir vielleicht alle Informationen zum Bewerb, „vielleicht“ deshalb, da die Begrüßung und der dazugehörige Vortrag ausschließlich in italienischer Sprache gehalten wurden.

Am darauffolgenden Morgen fand der internationale Ovid-Wettbewerb statt. In der ortsansässigen Schule wurden den 63 Teilnehmern aus Italien, Deutschland, Österreich, Bulgarien und Montenegro alte Einzeltische auf engen Fluren bereitgestellt. Von 9 bis 14 Uhr hieß es Konzentration auf die vorliegenden 45 Verse, von Ovid in schwierigstem Latein verfasst. Danach genossen wir Freizeit in Sulmona.
Mit Bussen ging es am nächsten Tag in Sulmona vormittags zu einer Süßwarenfabrik, die Spezialitäten aus Mandeln kreiert. Danach verbrachten wir einen schönen Tag in der alten, idyllischen Stadt. Am Ende des Tages kam dann der Moment der Wahrheit, die Siegerehrung des internationalen Ovid-Wettbewerbs. Nur die besten sieben wurden genannt und leider war die Konkurrenz erwartungsgemäß zu stark für uns. Bereits am Tag zuvor hatten wir festgestellt, dass es schwierig werden würde, vorne mitzumischen, als sich einige Mitstreiter in einem Kreis versammelten und aufgeregt mit ihrem Wissen und ihrer Vorbereitung auf den Wettstreit geprahlt hatten.

Früh morgens ging es am letzten Tag mit der Bahn nach Rom, wo uns Pater Daniel aus Kremsmünster Teile der Stadt zeigte. Wir sahen unter anderem den Trevi-Brunnen, die Spanische Treppe und den Petersdom im Vatikan. Nach einem anstrengenden Tag mit zahlreichen, eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten begaben wir uns zum Bahnhof und fuhren zurück nach Linz, wo wir am 14. April vormittags ankamen.

Abschließend möchten wir noch einmal Danke sagen für die Erfahrungen, die wir sammeln durften. Dieser Dank gilt den Altpetrinern, die uns die Bahnfahrt finanzierten, Herrn Direktor Keplinger und den Professoren, die sich für eine Teilnahme zweier Schüler am Wettbewerb einsetzten, Pater Daniel Sihorsch, der uns an nur einem Tag einen Großteil der bekannten Sehenswürdigkeiten Roms zeigte, und Frau Professor Alscher vom Stiftsgymnasium Kremsmünster, die uns begleitete.

Martin Moucka & Dominik Rois

Fotocredits: „Monte Mitra“ by Antonio P. licensed under CC BY-NC-SA 2.0

Artikel aus der VA-News-Ausgabe November 2014

Der Verein der Petriner Absolventinnen und Absolventen - kurz PetrA - fördert den gemeinsamen Kontakt und freundschaftliche Beziehungen zwischen ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Gymnasiums Petrinum in Linz. Dies geschieht durch die Publikation der Vereinszeitung, das Treffen bei gemeinsamen Veranstaltungen und die Organisation von Reisen.

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