A ball story

A ball story

Über viele PetrA-Gesichter konnte man sich ja ohnehin am Ballabend freuen, um auch die übrigen nicht außen vor zu lassen und auch etwas Einblick in die Vorbereitung zu gewähren, wurde dieser Text geschaffen.

Jede Unternehmung hat nun einmal irgendwo einen Anfang. In unserem Fall wurde eben dieser durch die Besorgung der sogenannten Ballmappen, in die neben wenigen notwendigen auch Unmengen unnützer Informationen gepackt worden waren, markiert. Mit den Büroordnern und vagen Tipps des vorjährigen Komitees ausgestattet, konnten die Ballvorbereitungen Anfang Oktober also beginnen.ball2

Die erste bekannte Hürde war nun, ein zur Schule, sowie auch zum Anlass, der Matura, passendes Motto zu finden, das gleichzeitig auch die Zustimmung zumindest der meisten Siebtklässler erlangt. Die 7. Klassen wurden zwar hinsichtlich des Mottos befragt, es zeichnete sich allerdings kein klarer Favorit ab, sodass sich das Ballkomitee nach bestem Wissen und Gewissen auf „Atlantis – wir tauchen ab“ einigte – hier ausschließlich demokratisch vorzugehen, hätte den Prozess vermutlich unnötig in die Länge gezogen. Es hatte jedoch schon wesentlich länger gedauert, sich nur auf ein Motto zu einigen, als geplant und gehofft worden war, sodass man sich in manchen Bereichen der Vorbereitungen im Verzug sah.

Das elfköpfige Team startete also los, diesmal richtig – in etwa alle 2 Wochen stattfindenden Meetings wurde so gut wie alles den Ball Betreffende festgelegt und danach von den Ressortleitern in die Wege geleitet. Ende April sah man sich schon langsam sowohl der letzten Schularbeitenwelle der doch anspruchsvollen 7. Klasse, als auch den finalen und wichtigsten Vorbereitungen für den Ball am 4. Juli gegenüber – die Stimmung im Komitee war, angeheizt durch den Stress, dem sich jeder ausgesetzt sah, manchmal durchaus angespannt.

Am Donnerstag vor dem Ball ging es bereits in die Endphase: Die ersten LKW trafen vor dem ehemaligen Knabenseminar ein und luden hinter dem Gebäude ihre kostbare Fracht, von Kühlschränken und Gläserspülern bis hin zu schier untrinkbaren Mengen an gekühltem Gerstensaft, ab. Die Anspannung bezüglich des Balls, die bisher vorwiegend innerhalb des Komitees geherrscht hatte, schlug nun schon langsam auf die SchülerInnen über.

Die gesamten Aufbauarbeiten konnten bis Samstagmittag, unter Mithilfe zahlreicher, freiwillig erschienener Eltern perfekt nach Zeitplan abgeschlossen werden. Das wahnsinnig heiße Wetter und die ganz allgemein recht locker sitzenden Untätigkeitsbezichtigungen gegen MitschülerInnen, gestalteten sich bei den Aufbauarbeiten als sehr förderlich, was Zynismus und kleinere Streitigkeiten anbelangte – es kam allerdings bis auf die eine oder andere schnippische Bemerkung zu keinen gröberen verbalen Ausfällen.ball3

Für die SchülerInnen hieß es mit Beendigung des letzten Aufbauschritts erstmal, nach Hause zu fahren, sich umzuziehen und sich um 18 Uhr gemeinsam mit den Eltern für die finale Einweisung vor der Öffnung der Petriner Tore einzufinden. Um 19:30 begann der erste Ansturm auf das in Königsblau dekorierte circum im Petriner Innenhof und schon zum – noch gemächlichen – Beginn des Besucherstroms zeichnete sich ab, dass der ,während des Schuljahres viel zu wenig genutzte, Innenhof Garant für eine allgemeine, angenehme, doch mitreissende Feierlaune bieten würde.

Das zu spät erkannte, kleine Malheur, mehr Tischreservierungen zuzulassen, als Tische im Innenhof verfügbar waren, konnte etwas unorthodox und möglicherweise mit einem Hauch Rustikalität, aber doch zur Zufriedenheit der (sehr nachsichtigen) Betroffenen last minute gelöst werden.

Am Zenith des Ballabends mit seinen insgesamt rund 1100 Besuchern standen die Bars in den Innenräumen immer noch leer, als ob es abgemachte Sache wäre, diese zu boykottieren – bei einer Außentemperatur von herrlichen 20-25 Grad auch bis wenig vor Mitternacht auch kein Wunder. Umso besser war allerdings die Stimmung im Innenhof, wo das interne Akkustik-Duo Lukas Öttl und Verena Wirnsperger, abwechselnd mit dem externen, kurzfristig eingesprungenen Ersatz für Plain Ominous (auf Plakaten durch Irrtum der Druckerei als „Plan Ominous“) angekündigt die musikalische Untermalung innehatte.

Der DJ sowie der Karaoke-Verantwortliche, die die meiste Zeit des Abends mit den Ausschenkenden in den Bars alleine verbrachten, konnten einem fast leid tun. Doch nur so lange, bis man wieder den Innenhof betrat, wo einen sofort wieder die angenehme sommernachtlich-gemütliche Stimmung mitnahm.ball4

Gegen Ende des Ausschankes gehend, wurde unter der Hand das eine oder andere Freibier gezapft, um noch durch ein Aufbäumen des Konsums die letzten Tropfen Öl in die Glut des sommernachtlich-feierlichen Ambiente zu gießen. Nachdem lange nach Sperrstunde auch die letzten, hartnäckig Übriggeblieben überzeugt werden konnten, die ehrwürdigen vier Petriner Wände hinter sich zu lassen und sich in Richtung Innenstadt zu begeben, konnten auch die letzten (wo)men standing den im Endeffekt in jeder Hinsicht gelungenen Ballabend noch bis in die frühen Morgenstunden, auch mit der Beteiligung diverser Lehrkörper, die hier natürlich nicht namentlich genannt werden, ausgiebig und dementsprechend würdig zelebrieren.

Matthias Pum

Artikel aus der VA-News-Ausgabe November 2015

Der Verein der Petriner Absolventinnen und Absolventen - kurz PetrA - fördert den gemeinsamen Kontakt und freundschaftliche Beziehungen zwischen ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Gymnasiums Petrinum in Linz. Dies geschieht durch die Publikation der Vereinszeitung, das Treffen bei gemeinsamen Veranstaltungen und die Organisation von Reisen.

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