Prof. Schwendtner gewinnt LehrerInnenwahl 2015

Prof. Schwendtner gewinnt LehrerInnenwahl 2015

Auszug aus dem Petriner SchülerInnenmagazin „der anker“ vom 08.06.2015;

Am 30. April fand im Petrinum zum ersten Mal die Wahl zum/r LehrerIn des Jahres statt. 22 Klassen – die 8. Klassen „zelebrierten“ am Wahltermin ihren letzten Schultag und waren nicht dazu zu bewegen, ihre Feiern zu unterbrechen – nahmen begeistert teil und hielten die geplante Organisation vorbildlich ein.

Um eine faire Wahl zu gewährleisten, wurde ein ausgeklügelter Wahlmodus erdacht. Da sich die Klassen- und SchülerInnenzahlen der Lehrkräfte stark unterscheiden, wurden die abgegebenen Punkte pro LehrerIn durch die Anzahl der SchülerInnen der jeweiligen Lehrkraft dividiert – ein zum Auszählen langwieriger, aber umso gerechterer Modus. So ergab sich ein Schnitt, der ein spannendes Ergebnis enthüllte.

Der Gigant der Altphilologen und allseits geschätzte Alleswisser Mag. Franz Schwendtner konnte sich vor seinen beiden ex aequo platzierten Kollegen Mag. Wilhelm Anschuber und Mag. Christian Felhofer (ebenfalls Mitglieder der berüchtigten Kaffeeautomatengang) durchsetzen. Die Mischung aus Autorität, Fachwissen und „Schmäh“ – die grandiosen schauspielerischen Talente sind allseits bekannt – scheint bei den SchülerInnen gut anzukommen und führte letztendlich zum Sieg.

Wir hoffen durch das Ergebnis keinen Zwist im Kollegium verursacht zu haben. Besonders beim knappen Resultat am Podium lässt sich noch nicht abschätzen, welchen Einfluss das Ergebnis auf die Giganten der Pädagogik hat. Wir hoffen natürlich auf einen freundschaftlichen Ausgang.
Besonders ehrt uns, dass wir in einem exklusiven Interview dem Erfolgsrezept des glücklichen Gewinners auf den Grund gehen durften.

Gratulation zum Sieg vom ganzen Team! Kam der Sieg für Sie überraschend?
Schwendtner: Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich einen der vorderen Plätze belegen würde, da ich in diesem Schuljahr relativ wenige Klassen unterrichte. Dass man sich als Lateinlehrer so großer Beliebtheit erfreut, war natürlich auch nicht absehbar. Somit war dieses Ergebnis für mich sogar sehr überraschend und zugleich sehr erfreulich.

Wer war im Vorfeld Ihr Favorit auf den Titel?
Das kann ich eigentlich gar nicht beantworten. Viele meiner KollegInnen hätten sich diesen Titel verdient, da sie sehr engagiert sind und hervorragende Arbeit leisten.

Sie waren anfangs skeptisch, wollten die Auszeichnung nicht annehmen. Weshalb?
Weil ich erst gar nicht glauben konnte, dass ich so viele Stimmen bekommen habe. Inzwischen habe ich mich überzeugen lassen und nehme die Auszeichnung stellvertretend für meine KollegInnen mit Freude an. Wie gesagt, ich glaube, dass an unserer Schule von sehr vielen LehrerIinnen ausgezeichnete Arbeit geleistet wird.

Sehen Sie es als positives Zeichen für die „toten“ Sprachen, dass drei Lateinlehrer das Podium besetzen?
Die Bezeichnung „tote Sprache“ gefällt mir gar nicht. Latein wird heute zwar nicht mehr gesprochen, lebt aber in vielen Fremd- und Lehnwörtern, in den romanischen Sprachen, in unserer Kultur weiter. Dass sich ausgerechnet drei Lateinlehrer so großer Beliebtheit bei den SchülerInnen erfreuen, sehe ich tatsächlich sehr positiv. Das Bild vom verstaubten, weltfremden Lateiner und der Mythos vom „Killerfach“ Latein, das von allen gehasst wird, scheint doch endlich der Vergangenheit anzugehören. Da Latein immer wieder auf dem Prüfstand steht und seine Existenzberechtigung – besonders von Medien und Politik – angezweifelt wird, versuchen wohl gerade die „Lateiner“ besonders guten und motivierenden Unterricht zu bieten. Wenn es auch nicht immer gelingt, so honorieren die SchülerInnen auch unser Bemühen. Zudem versuchen wir unsere humanistisch-christlichen Lehrinhalte auch zu leben und unseren SchülerInnen ein Stück weit Vorbild zu sein.

Würden Sie gern wieder mehr Klassen unterrichten oder konzentrieren Sie sich lieber auf den Unterricht in weniger Klassen?
Ich habe in den vergangenen Jahren tatsächlich mehr Klassen unterrichtet, was darauf zurückzuführen war, dass ich viel mehr Geschichte und nur eine Klasse in Latein unterrichtet habe. Da inzwischen elf GeschichtelehrerInnen am Petrinum unterrichten, ist eine andere Stundenaufteilung nötig und mein Schwerpunkt hat sich in Richtung Latein verlagert.

Unterrichten Sie lieber GSPB oder Latein?
Ich unterrichte beide Fächer sehr gern, ich finde diese Kombination ganz ideal.

Eine Botschaft für die Schüler des Petrinums? …
Ja, die habe ich schon. Ich bin sehr stolz auf euch – unsere SchülerInnen – nicht nur auf eure schulischen Leistungen, sondern vor allem auch auf eure menschlichen Qualitäten. Noch bei jeder Schulveranstaltung, die ich begleitet habe, sind die PetrinerInnen positiv aufgefallen – sie wissen, wie man sich benimmt und man kann sich auf sie verlassen. Besonders schätze ich auch, dass sich viele über den normalen Unterricht hinaus engagieren, ob es nun im sozialen oder sportlichen Bereich ist. Es ist eine Freude, euch junge Menschen auf eurem Lebensweg ein Stück begleiten zu dürfen!

Was macht Sie bei Ihren Schülern so beliebt?
Das müsst ihr eigentlich meine SchülerInnen fragen. Ich kann nur Vermutungen anstellen: Ich versuche meine Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen, bereite mich sorgfältig auf meinen Unterricht vor und bemühe mich um eine gute und anschauliche Vermittlung der Inhalte. Zugleich versuche ich fair und gerecht zu sein und auf eure Interessen einzugehen. Die von euch bereits angesprochene Portion Humor sollte natürlich auch nicht fehlen. Wesentlich erscheint mir aber, dass man von seinem Fach begeistert ist – nur dann kann der Funke überspringen. Vielleicht wird auch spürbar, dass ich sehr gerne Lehrer bin und dankbar bin, diesen Beruf zu haben – wenn ich auch sehr darunter leide, dass das Image in der Öffentlichkeit denkbar schlecht ist und der Umgang unseres Dienstgebers mit uns LehrerInnen alles andere als zufriedenstellend ist.

Auszug aus dem Petriner SchülerInnenmagazin „der anker“ vom 08.06.2015;
Text & Interview: Paul Niemand (5b), Niki Schleimer (5b)

Artikel aus der VA-News-Ausgabe November 2015

Der Verein der Petriner Absolventinnen und Absolventen - kurz PetrA - fördert den gemeinsamen Kontakt und freundschaftliche Beziehungen zwischen ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Gymnasiums Petrinum in Linz. Dies geschieht durch die Publikation der Vereinszeitung, das Treffen bei gemeinsamen Veranstaltungen und die Organisation von Reisen.

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